Kraftvoll gegen Geruch & Korrosion
Biologischer Abbau unangenehmer Geruchsstoffe.
Schutz der Anlage vor Korrosion.
Höhere Arbeitssicherheit durch weniger Chemie.
Weniger Geruch, weniger Korrosion, stabilere Prozesse
Geruchsprobleme gehören zu den sensibelsten Themen im Betrieb von Kläranlagen. Sie sind nicht nur unangenehm, sondern oft auch ein Hinweis auf instabile Prozesse.
Im Zentrum steht dabei häufig Schwefelwasserstoff (H₂S) – ein Gas mit dem typischen Geruch nach faulen Eiern. Es entsteht vor allem durch sulfatreduzierende Bakterien unter anaeroben Bedingungen. Neben der Geruchsbelastung führt dieser Prozess zur Bildung von Schwefelsäure, die Beton angreift und metallische Bauteile korrodieren lässt. Die Multi-Mikroben-Mischung unterdrückt sulfatreduzierende Bakterien, wodurch weniger Schwefelwasserstoff entsteht. So wird die Anlage auch vor Korrosion geschützt.
Darüber hinaus beeinflusst die Multi-Mikroben-Mischung die Entstehung weiterer geruchsaktiver Verbindungen, die typisch für Fäulnisprozesse sind. Dazu zählen Ammoniak und flüchtige organische Verbindungen (VOCs), die insbesondere beim Abbau eiweißhaltiger organischer Substanzen entstehen. Ein besonders geruchsintensiver Vertreter dieser Stoffgruppe ist Indol – ein Abbauprodukt aus dem bakteriellen Stoffwechsel der Aminosäure Tryptophan, das für typische fäkale Gerüche verantwortlich ist. Untersuchungen zeigen, dass der Einsatz der Mikroben-Kombi diese Fäulnisprozesse deutlich verändert und den Abbau solcher Geruchsstoffe messbar reduziert.
Die Geruchsreduktion kann den Chemiebedarf signifikant minimieren und sogar überflüssig machen. Das Personal profitiert von einer höheren Arbeitssicherheit sowie einer spürbaren Entlastung – ebenso wie die Anwohner und die Infrastruktur insgesamt.
4 Wissenschaftliche Quellen aufrufen
F. Kapser: Einsatz von EM in der RC-Anlage Schilchau mit dem Ziel PAK zu reduzieren, Untersuchungsergebnis Eluat DIN EN 12457-4:2003-01 aus Vorklärbecken, Prüfbericht Analytik Institut Rietzler GmbH, Nürnberg, 2018-2019.
I. Buß: Betrachtung von Effektiven Mikroorganismen unter den Gesichtspunkten des Indolabbaus und der Auswirkungen auf Escherichia coli, Bachelorthesis (unveröffentlicht), Hochschule Trier, 2023.
I. Henrich: Einsatz von Zusatzstoffen auf der Kläranlage Petershausen mit dem Ziel der Reduktion des Überschussschlammes, Darstellung und Vergleiche, von Auswirkungen und Einsparpotentialen, der Anwendungsbereiche, sowie deren Auswirkungen auf den Kläranlagenbetrieb, Bachelorarbeit (unveröffentlicht), Fachhochschule München, 2011.
S.M. Safwat, M.E. Matta: Environmental applications of Effective Microorganisms: a review of current knowledge and recommendations for future directions, Journal of Engineering and Applied Science, 68: 48, 2021.
https://link.springer.com/article/10.1186/s44147-021-00049-1
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