Wissenschaftliche Fakten

Belegt.
Eindrucksvoll.
Nachvollziehbar.

Wissenschaft über EM

Wissenschaft über EM

Aufgrund ihres enormen Potentials sind die Einsatzbereiche für EM heute sehr breit gefächert. Im Gartenbau stärken sie Pflanzen und schützen auf natürliche Weise vor Krankheitserregern, indem sie die Vermehrung pathogener Mikroorganismen unterdrücken. Das sorgt nachweislich für ein stärkeres Pflanzenwachstum, Ertragssteigerung und mehr mikrobiologische Diversität im Boden [1, 2].

EM stellen außerdem eine wirkungsvolle Methode dar, um in der Abwasserbehandlung Klärschlamm deutlich zu reduzieren [3]. Bei Flutkatastrophen kann der Einsatz Effektiver Mikroorganismen zudem die Geruchsbelästigung durch pathogene Erreger beseitigen [4]. Diese Mikrobenmischung wirkt sich außerdem positiv auf gesundheitliche Biomarker von Mensch und Tier aus [5, 6, 7, 8]. EM beschleunigen sogar radioaktiven Zerfall [9].

Nicht zuletzt stellen EM einen vielversprechenden Ansatz zur Wiederherstellung der Biodiversität sowie der Revitalisierung aquatischer Ökosysteme dar. Das deckt sich nicht nur mit den praktischen Erfahrungen der Gewässerprofis. Auch die Wissenschaft liefert dazu eindrucksvolle Daten.

In einer auf neun Jahre angelegten Untersuchung einer ökologischen Sanierung von 33 Stauseen in Polen (2014 bis 2023) konnte der Einsatz Effektiver Mikroorganismen dazu beitragen, das Sediment-Aufkommen zu verringern, das Sauerstoffprofil der Böden und Oberflächenwasserschichten zu verbessern und die Wassertransparenz zu erhöhen, also Trübungen im Wasser abzubauen [10].

In einer Fallstudie über die natürliche Behandlung des Konin-Sees, ebenfalls in Polen, haben sich EM auch bewährt. Der flache See war von einer starken Cyanobakterienblüte (Blaualgen) betroffen. Die Studie erstreckte sich über fünf Jahre (2011–2015). Sie umfasste sowohl den Behandlungszeitraum (2013–2015) als auch zwei vorangegangene Jahre.

Während dieses Zeitraums wurden Veränderungen der Wasserchemie, der Phytoplanktonzusammensetzung und der Makrophytenverteilung beobachtet. Der Einsatz von EM führte zu positiven ökologischen Veränderungen, darunter einem verstärkten Abbau organischer Stoffe und einer erhöhten Vielfalt des Phytoplanktons [11].

Amphibienfahrzeug

Lanzen eines Amphibienfahrzeugs
lassen eine EM-Lösung aus

Tennisballgroße EM-Mudballs werden handgeformt

Neben flüssigen EM werden auch sogenannte EM-Mudballs in der Sanierung kleiner Teiche, Seen und Bäche eingesetzt. Das sind – vereinfacht erklärt – tennisballgroße Schlammbälle, i.d.R. hergestellt aus flüssigen EM, Gesteinsmehl, lehmhaltiger Erde oder Sand sowie Bokashi. Bokashi beschreibt wiederum organische Lebensmittelreste, die mithilfe Effektiver Mikroorganismen zu wertvollem Dünger fermentiert werden.

Im Rahmen einer Fließgewässer-Untersuchung konnten EM-Mudballs die Wasserqualität deutlich verbessern, indem sie den Gehalt an gelöstem Sauerstoff, Gesamtphosphor und Gesamtstickstoff signifikant reduzierten [12].

Die positiven Effekte werden durch eine weitere Studie gestützt, in der künstlich hergestelltes Flusswasser chargenweise mit speziellen EM-Mudballs behandelt wurde. Demnach konnten sowohl der chemische Sauerstoffbedarf als auch besonders die Menge an nicht gelösten Partikeln im Wasser reduziert werden [13].

Weitere Studien unterstreichen ebenfalls, dass die EM-Technologie:

• Schadstoffe im Sediment und im Wasser abbauen,
• das Wachstum schädlicher Seebewohner wie Cyanobakterien und Algen eindämmen,
• den Gesamtphosphor-Gehalt reduzieren,
• die Wassertransparenz erhöhen,
• gegen unangenehme Gerüche gekippter Gewässer helfen,
• das Immunsystem und die Widerstandsfähigkeit von Kleinstlebewesen bis hin zu Fischen, weiteren Wassertieren und -pflanzen stärken
• und insgesamt die Wasserqualität von Seen und Flüssen verbessern kann [14, 15, 16].

  1. M. Olle, I. H. Williams: Effective microorganisms and their influence on vegetable production – a review, The Journal of Horticultural Science & Biotechnology, 88 (4): 380-386, 2013.
    https://doi.org/10.1080/14620316.2013.11512979

  2. J. Mayer et al.: Wirkungen von ‚Effektiven Mikroorganismen EM’ auf pflanzliche und bodenmikrobiologische Parameter im Feldversuch, Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, 2007.
    https://shop.emev.de/wp-content/uploads/2023/03/Wirkungen_von_Effektiven_Mikroorganismen.pdf

  3. I. Henrich: Einsatz von Zusatzstoffen auf der Kläranlage Petershausen mit dem Ziel der Reduktion des Überschussschlammes, Darstellung und Vergleiche, von Auswirkungen und Einsparpotentialen, der Anwendungsbereiche, sowie deren Auswirkungen auf den Kläranlagenbetrieb, Bachelorarbeit (unveröffentlicht), Fachhochschule München, 2011.

  4. I. Buß: Betrachtung von Effektiven Mikroorganismen unter den Gesichtspunkten des Indolabbaus und der Auswirkungen auf Escherichia coli, Bachelorthesis (unveröffentlicht), Hochschule Trier, 2023.

  5. M. Najima et al.: Improvement of Immune Function by EM X Gold*, a Health Drink Containing Extract from Culture of Effective Microorganisms (ECEM), JACTA, Tokyo, Japan, 2015.
    https://anaya.si/wp-content/uploads/2019/12/Clanek-EM-X-gold.pdf

    *EM X Gold stellt ein Gesundheitsgetränk dar, das auf Basis von Effektiven Mikroorganismen
    entwickelt wurde.

  6. I. T. Gajger et al.: Effects on Some Therapeutical, Biochemical, and Immunological Parameters of Honey Bee (Apis mellifera) Exposed to Probiotic Treatments, in Field and Laboratory Conditions, Insects, 11 (9): 638, 2020.
    https://doi.org/10.3390/insects11090638

  7. A. Ciszewski et al.: Effect of combined in ovo administration of zinc glycine chelate (Zn-Gly) and a multistrain probiotic on the modulation of cellular and humoral immune responses in broiler chickens, Poultry Science, 102 (9): 102823, 2023.
    https://doi.org/10.1016/j.psj.2023.102823

  8. A. Ciszewski et al.: Effect of In Ovo Administration of a Multi-Strain Probiotic and Zinc Glycine Chelate on Antioxidant Capacity and Selected Immune Parameters in Newly Hatched Chicks, Antioxidants, 12 (11): 1905, 2023.
    https://doi.org/10.3390/antiox12111905

  9. A. N. Nikitin et al.: Influence of Effective Microorganisms on the Activity of 137Cs in the Soil Contaminated due to the Accident on the Chernobyl NPP, Journal of Condensed Matter Nuclear Science, 29: 230-237, 2019.
    https://emev.de/wp-content/uploads/2024/02/Influence_of_EM_on_the_Activity_of_137Cs.pdf

  10. R. Mazur et al.: Environmental Factors Affecting the Efficiency of Water Reservoir Restoration Using Microbiological Biotechnology, Sustainability, 16 (1): 266, 2024.
    https://doi.org/10.3390/su16010266

  11. R. Dondajewska et al.: Water quality and phytoplankton structure changes under the influence of effective microorganisms (EM) and barley straw – Lake restoration case study, Science of The Total Environment, 660: 1355-1366, 2019.
    https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2019.01.071

  12. G. S. Park et al.: An improved effective microorganism (EM) soil ball-making method for water quality restoration, Environmental Science and Pollution Research, 23 (2): 1100-1107, 2016.
    https://doi.org/10.1007/s11356-015-5617-x

  13. F. L. Nugroho et al.: Effect of temperature on removal of COD and TSS from artificial river water by mudballs made from EM4, rice bran and clay, International Journal of Geomate, 12 (33): 91-95, 2017.
    http://dx.doi.org/10.21660/2017.33.2626

  14. S. M. Safwat, M. E. Matta: Environmental applications of Effective Microorganisms: a review of current knowledge and recommendations for future directions, Journal of Engineering and Applied Science, 68: 48, 2021.
    https://doi.org/10.1186/s44147-021-00049-1

  15. W. Y. Zhao et al.: Study on Integrated Restoration Technique for Eutrophic Artificial Lakes, Advanced Materials Research, 807-809: 1304-1310, 2013.
    http://dx.doi.org/10.4028/www.scientific.net/AMR.807-809.1304

  16. M. Ji et al.: Experiments on the Effects of Dissolved Oxygen on the Free and Immobilization Effective Microorganisms (EM) in Treating Polluted River Water, Proceedings of the International Conference on Material and Environmental Engineering (ICMAEE 2014), 57: 5-7, 2014.
    http://dx.doi.org/10.2991/icmaee-14.2014.38
Franz Kapser

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